Schätze der Loge

Über mehr als zweieinhalb Jahrhunderte hat die Freimaurerloge Pax Inimica Malis eine Vielzahl von Erinnerungsstücken, Symbolen und Geschichten bewahrt.

Manche dieser Schätze sind sichtbare Zeugnisse unserer Vergangenheit, andere erzählen von Brüdern, die unsere Loge geprägt haben, oder von den Idealen, die uns bis heute begleiten.

Dazu gehören historische Bijous, besondere Logenschurze, seltene Erinnerungsstücke und Dokumente ebenso wie unser Logenname, der Tempel oder die enge Verbindung zur Emmericher Societät.

Jeder dieser Schätze erzählt ein eigenes Kapitel unserer Geschichte und macht sichtbar, wie eng Vergangenheit und Gegenwart in unserer Loge miteinander verbunden sind.

Die folgenden Beiträge laden dazu ein, einige dieser besonderen Zeugnisse kennenzulernen und mehr über die Identität, Tradition und Geschichte unserer Bauhütte zu erfahren.

Der Name „Pax Inimica Malis“

Der Name unserer Loge ist außergewöhnlich.

Während viele Logen einzelne lateinische Begriffe oder klassische Kombinationen verwenden, scheint

„Pax Inimica Malis“

der seltene Fall zu sein, dass ein vollständiger lateinischer Sinnspruch zum Logennamen wurde.

Heute übersetzen wir den Namen meist mit:

„Der Friede ist der Feind des Bösen.“

Historisch finden sich auch die Übersetzungen:

  • „Der dem Bösen gehässige Friede“
  • „Der Friede ist dem Bösen verhasst“
  • „Friede, Feind der Übel“

Viele Hinweise sprechen dafür, dass die Namenswahl eng mit dem Hubertusburger Frieden von 1763 verbunden ist.

Unser Bijou

Das Bijou ist das traditionelle Erkennungszeichen einer Freimaurerloge.

Das heutige Bijou unserer Loge erinnert mit seiner Gestaltung an den preußischen Adlerorden. Ein Ouroboros umschließt den achtstrahligen Stern, in dessen Zentrum sich ein Dreieck mit ineinander verschlungenen Händen befindet.

Der Ouroboros gilt seit der Antike als Symbol für Ewigkeit und Erneuerung. Die verschlungenen Hände stehen für Brüderlichkeit, Verbundenheit und Menschenliebe.

In den 1970er Jahren wurde das historische Bijou der Loge auf Grundlage intensiver Forschungsarbeit von Bruder Erich Hubbertz rekonstruiert und neu aufgelegt.

1978 beschloss die Loge die Herstellung einer limitierten Serie von 50 Exemplaren.

Das historische Grolman-Bijou

1975 erhielt die Loge ein historisches Bijou zurück, das zunächst mit der eigenen Geschichte in Verbindung gebracht wurde.

Spätere Forschungen von Erich Hubbertz konnten jedoch nachweisen, dass das Schmuckstück ursprünglich einer anderen Loge zuzuordnen war. Gerade diese wissenschaftliche Aufarbeitung zeigt den sorgfältigen Umgang der Loge mit ihrer eigenen Geschichte.

Der Emmericher Lederschurz

Ein ganz besonderes Merkmal unserer Loge ist der Emmericher Lederschurz.

Mitte der 1970er Jahre entstand der Wunsch, einen eigenen Schurz für die Brüder der Pax Inimica Malis zu schaffen. Anders als viele andere Logenschurze sollte er bewusst schlicht und funktional gehalten sein.

Gefertigt wurde er aus Leder eines Emmericher Händlers. Ein Bruder übernahm schließlich Zuschnitt und Herstellung. Entstanden ist ein robuster Schurz, der an die Arbeitsschurze historischer Steinmetze erinnert.

Im Laufe der Jahre wurde dieser Schurz zu einem unverwechselbaren Erkennungszeichen der Loge. Brüder aus Deutschland, den Niederlanden und sogar aus den USA nahmen Exemplare als Erinnerung mit nach Hause.

Das Blücher-Porträt

Zu den wertvollsten Erinnerungsstücken unserer Geschichte gehört das Porträt von Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher.

Blücher schenkte das Gemälde der Loge im Zusammenhang mit der Einweihung unseres Logenhauses im Jahr 1800. Nach der Auflösung der Loge durch die Nationalsozialisten galt das Bild jahrzehntelang als verschollen.

Erst 1975 konnte Bruder Erich Hubbertz das Gemälde wiederentdecken und identifizieren.

Heute befindet sich das Bild als Leihgabe im Preußenmuseum in Wesel.

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